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Muss mein Sohn Unterhalt für mich von Abfindung bezahlen?

 
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indiatraveller
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Dabei seit: 03.05.2017
Beiträge: 51
Wohnort: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 13:41    Titel: Muss mein Sohn Unterhalt für mich von Abfindung bezahlen? Antworten mit Zitat

Meinem Sohn 43 wurde nach 10 Jahren gekündigt.
Man hat ihm 10.000 € Abfindung angeboten-
Sein letztes Nettoeinkommen war 1800 €

ich bin seit Anfang Januar in einem Pflegeheim in vollstationäre pflege.
Die Heimkosten ca. 3200 € werden durch meine Rente ca.1100 € und der Rest vom Sozialamt 2100 € übernommen.

Meine Frage
Muss mein Sohn seine Abfindung für mich einsetzen, obwohl er bis jetzt zuzahlungsbefreit war, da er nicht über den Selbstbehalt von netto 1800 liegt.
Falls er seine Abfindung für mich einsetzen muss, kann er sich ein Auto für 10.000 kaufen, um die zahlung ans finanzamt zu verhindern?

Oder gibt es ein Gesetz dass er seine Abfindung für meine Heimkosten einsetzen muss??
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indiatraveller
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Dabei seit: 03.05.2017
Beiträge: 51
Wohnort: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

mir ist ein fehler unterlaufen.
da ich pflegestufe 1 bin zahlt die pflegekasse der bkk merck 1.064 an das Plegeheim. somit übernimmt das sozialamt den rest für gesamteheimkosten.
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Sania
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Dabei seit: 26.05.2011
Beiträge: 2551

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt auch ein Schonvermögen, das nicht angerechnet wird, wenn es zu Sicherung der eigenen Lebensumstände dient. Wie hoch und was, das kann ich dir nicht sagen. Es wäre besser, dein Sohn würde sich bei einer Beratungsstelle oder einem Anwalt erkundigen. Hier im Forum einen rechtssicheren Rat zu geben ist unmöglich.
_________________
Grüße
Sania


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Kess
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Dabei seit: 28.02.2012
Beiträge: 894

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde meinen, dein Sohn soll sich keine Sorgen machen, dass das Sozialamt oder sonstwer sich die 10.000 Euro krallt.

Das Zauberwort ist "Vermögenswerte zur Altersvorsorge." Da ich annehme, dass dein Sohn keine weiteren Vermögenswerte hat, wäre er meiner Ansicht aus dem Schneider.
Dieses Vorgehen ist vom BGH abgesegnet.
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indiatraveller
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Dabei seit: 03.05.2017
Beiträge: 51
Wohnort: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 18:23    Titel: Antworten mit Zitat

das habe ich eben gefunden:
Eine Abfindung wird wie Lohn behandelt.
Aus einer Abfindung muss daher Unterhalt gezahlt werden.

Grundsätzlich gilt:

Eine Abfindung wird grundsätzlich genauso behandelt wie Arbeitslohn.
Lässt sich also ein Arbeitnehmer eine Abfindung auszahlen und verzichtet auf seinen Arbeitsplatz, dann kann er nicht einfach hergehen und den Personen gegenüber, denen er unterhaltsverpflichtet ist, einwenden, nun verdiene er weniger und können deshalb auch nur weniger Unterhalt bezahlen.
Er muss seine Abfindung dafür einsetzen, wenigstens für eine gewisse Zeit seinen bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten und weiter den bisherigen Unterhalt zu leisten.

so wie ich das verstehe, werde ich meinen sohn auffordern. für die abfindug ein auto zu kaufen.
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ers
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Dabei seit: 24.05.2008
Beiträge: 397
Wohnort: berlin

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

denke auch, hier in Bln. wird die Abfindung mitgerechnet, aber mit anwaltlicher Hilfe bist Du auf der sicheren Seite. Vielleicht vorab: -diese oder googeln-
http://www.recht.de/phpbb/viewforum.php?f=75

Question Very Happy

_________________
LG

Berliner Grüsse-Herz&Schnauze
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MiriamP
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Dabei seit: 23.03.2009
Beiträge: 2348

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

naja, ein Auto kaufen hilft da nicht, denn es ist ja immer noch sein Einkommen und wenn er unterhaltspflichtig ist, dann zählt das.

Aber wie bereits mehrfach vorgeschlagen: genaues kann nur ein Anwalt sagen!

Grüße,
Miriam
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Sania
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Dabei seit: 26.05.2011
Beiträge: 2551

BeitragVerfasst am: 13.05.2017, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.finanztip.de/elternunter.....elternunterhalt-schonverm

Hier wird das Schonvermögen gut erklärt. Die Grenzen sind ziemlich hoch.

_________________
Grüße
Sania


Rollifahrerin
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Norbert
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Dabei seit: 11.03.2006
Beiträge: 2541
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BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo indiatraveller,

Dein Sohn sollte sich von einem Anwalt oder Beratungsstelle informieren lassen über die Bedingungen des Elternunterhaltes. Laut der Stiftung Warentest (hier Finanztest) kostzet ein Beratungsgespräch mit einem Anwalt etwa 200-250 Euro. Die Beratungsstellen sind in der Regel deutlich günstiger.

LG Norbert

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indiatraveller
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Dabei seit: 03.05.2017
Beiträge: 51
Wohnort: Darmstadt

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 10:14    Titel: Antworten mit Zitat

danke für die vielen vorschläge, dieser wird mir mit sicherheit weiterhelfen.

Die Rechtsprechung gestattet es Deinem Sohn, zur eigenen Alterssicherung notwendige Beträge zurückzulegen. Das können Beiträge zu einer Lebensversicherung oder einer Riester-Rente sein. Solche Vermögenswerte bleiben dem Zugriff des Unterhaltsgläubigers entzogen. Denn nur so ist die Vorsorge fürs Alter überhaupt möglich.

Für angemessen hält der Bundesgerichtshof ein Altersvorsorgevermögen, das fünf Prozent des gegenwärtigen Bruttoeinkommens entspricht, welches sich mit jährlich vier Prozent für jedes der Berufsjahre verzinst. Dieser Zinssatz gilt laut BGH auch angesichts der derzeit gesunkenen Renditen – er kann nicht einfach so auf drei Prozent herabgesetzt werden (Urteil vom 7. August 2013, Az. XII ZB 269/12).

Den Freibetrag für das Altersvorsorgevermögen berechnet man, indem man das letzten Jahresbruttoeinkommen und die geleisteten Berufsjahre heranzieht.

Beispiel: 40.000€ Jahresbrutto, davon 5% = 2.000€ x 20 Berufsjahre zu 4% verzinst = 62.000€ Freibetrag.

Rücklagen für ein neues Auto müssen nicht für den Elternunterhalt ausgegeben werden, wenn das vorhandene, für Fahrten zur Arbeit notwendige Auto so alt ist, dass die Anschaffung eines Neuwagens im Hinblick auf absehbare Reparaturen wirtschaftlich sinnvoll ist. Das zuständige Sozialamt kann somit auch keinen zwingen, dafür stattdessen einen Kredit aufzunehmen, weil das unwirtschaftlich wäre (BGH, Urteil vom 30. August 2006, Az. XII ZR 98/04).
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Sania
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Dabei seit: 26.05.2011
Beiträge: 2551

BeitragVerfasst am: 14.05.2017, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Link oben geht nicht. Hier der korrigierte:
http://www.finanztip.de/elternunter.....unterhalt-schonvermoegen/

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Grüße
Sania


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