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Pflegegrad - mit oder ohne Hilfsmittel
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MiriamP
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Dabei seit: 23.03.2009
Beiträge: 2386

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 13:07    Titel: Pflegegrad - mit oder ohne Hilfsmittel Antworten mit Zitat

Hallo,
meine Neurologin sprach mich heute darauf an, dass für meine Einschränkungen und Hilfsmittel die Pflegestufe vielleicht nicht ganz passend mehr ist.
Nun habe ich mir mal einen Pflegegradrechner angeschaut und stolpere über einige Punkte.
So wird z.B. gefragt, wie selbstständig sich jemand in der Wohnung bewegen kann. Ist dieses mit Rollstuhl oder ohne Rollstuhl gemeint? Mit Rollstuhl kann ich mich selbstständig bewegen, ohne jedoch gar nicht.

Auch stellt sich diese Frage im Hinblick auf "Verstehen von Aufforderungen" und "Beteiligung an Gesprächen". Ohne Sprachprozessoren höre ich nichts, verstehe daher auch Aufforderungen nicht. Insbesondere z.B. nicht unter der Dusche.
Gespräche mit einer Person klappen sehr gut, bei mehreren Personen sieht dieses schon ganz anders aus, da ich dann kaum etwas verstehe.

Gibt es da irgendwelche Anhaltspunkte / Richtlinien, die ich bei der Recherche übersehen habe? Wenn es mit Hilfsmitteln gewertet wird, dann brauche ich erst gar keine Höherstufung beantragen, denn jemand ohne kognitive Einschränkung kommt dann eh nur auf maximal Pflegegrad 3... und dann darf er körperlich nichts mehr selbstständig können.

Grüße,
Miriam
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BerndG
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Dabei seit: 13.02.2015
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Miriam,

hol Dir Rat und Hilfe bei einem Pflegeberater oder Beraterin, findest Du oft bei Pflegestützpunkten angegliedert. Die Wissen genau worauf es ankommt.

_________________
Ellis-van Crefeld Syndrom, Spinalkanalstenose, 5 facher Lendenwirbelvorfall, Diabetes, Bluthochdruck und einiges mehr
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rollieexpress
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Dabei seit: 22.06.2011
Beiträge: 3604
Wohnort: Bernau

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Miriam,

die Anforderungen sind jeweils ohne Hilfsmittel. Wird ja immer eine "gesunde" Person als Maßstab genommen und gefragt was Du, verglichen mit einem "gesunden", nicht kannst. Wink

_________________
LG Jens!!


kpl. Querschnitt (TH 8) , Para
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limoncello
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Dabei seit: 01.06.2013
Beiträge: 3222

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich weiß ist das mit Hilfsmitteln. Seh das also anders als Jens.

Es wird geschaut was du selbstständig kannst, egal wie. Entscheidend ist ob du eine Person dazu brauchst oder nicht. Und ob du diese Person dann dabei noch unterstützen kannst oder eben nicht.

Daher auch die Unterscheidung

Selbstständig
Überwiegend selbständig
Überwiegend unselbstständig
Unselbstständig

Dasselbe gilt bei Fähigkeiten vorhanden, überwiegend vorhanden usw

Pauschal würde ich aber nicht sagen dass du es nicht versuchen kannst. Wird ja auch alles unterschiedlich gewichtet. Lass dich lieber beraten.
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limoncello
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Dabei seit: 01.06.2013
Beiträge: 3222

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.pflege-durch-angehoerig.....lbststaendigkeit_bewertet

Siehe auch hier
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MiriamP
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Dabei seit: 23.03.2009
Beiträge: 2386

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Limo,
die Unterscheidung kenne ich durchaus, jedoch erschließt sich mir dadurch nicht, ob dieses mit oder ohne Hilfsmittel ist... denn jemand, der absolut körperlich nichts mehr kann, aber kognitiv fit ist, bekommt demnach maximal den Pflegegrad 3 - ist dann aber auf 24 Stunden Hilfe angewiesen.

Und nicht jeder bekommt ja tatsächlich die Hilfsmittel, die er benötigt, um tatsächlich selbstständig sein zu können.
So kann ich die Intimhygiene selbstständig mit einem Dusch-WC durchführen, ohne jedoch bin ich auf Hilfe angewiesen. Dies impliziert jedoch nicht, dass meine Krankenkasse mir auch ein Dusch-WC bezahlt... leider.

Wenn es tatsächlich so ist, dass alles mit Hilfsmitteln bewertet wird, dann werde ich weiterhin in PG 2 bleiben, da ich noch einiges selbst machen kann. PG 3 gibts also erst dann, wenn ich kognitiv eingeschränkt bin oder tatsächlich gar nichts mehr alleine machen kann.

Grüße,
Miriam
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BerndG
Stamm-User
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Dabei seit: 13.02.2015
Beiträge: 450

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Beantrage das ganze und dann bist schlauer, alles andere ist nur Rätselraten
_________________
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emma1
Stamm-User
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Dabei seit: 02.04.2012
Beiträge: 194

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Miriam,

ich musste mich in diesem Jahr intensiv mit der Begutachtungsrichtlinie des MDK befassen, da ich zurückgestuft wurde.

Leider ist es tatsächlich so, dass man als "selbständig" gilt, wenn die Funktionsbeeinträchtigung durch Hilfsmittel ausgeglichen wird. So ist jemand beim "Fortbewegen innerhalb des Wohnbereiches" selbständig, wenn er dies mit Hilfe eines Rollstuhles, Rollators oder sonstigem alleine und sicher schafft. Ich gehe davon aus, dass dies bei Hörproblemen analog gilt.

Mir hat die Pflegebegutachtungs-Richtlinie des MDK sehr weitergeholfen. Damit konnte ich meinen Widerspruch detailliert begründen und wusste, worauf es ankommt.
Vielleicht findest Du auch konkreteres zu Deiner Problematik:
https://www.mds-ev.de/uploads/media.....ds/BRi_Pflege_ab_2017.pdf
Zitat:
4.8.3 Beurteilung von Selbständigkeit
Für die Zwecke der Beurteilung ist eine Person selbständig, die eine Handlung bzw. Aktivität
alleine, d. h. ohne Unterstützung durch andere Personen oder unter Nutzung von Hilfsmitteln,
durchführen kann.


Bei diesem Pflegegradrechner werden gleichzeitig die einzelnen Punkte etwas erklärt:
https://www.pflege-durch-angehoerig.....echner/pflegegradrechner/

Mir wurde auch seitens des Sozialdienstes einer Klinik bestätigt, dass es seit der Umstellung der Begutachtungsrichtlinien für "nur" körperlich beeinträchtigte Menschen schwieriger ist, einen höheren Pflegegrad zu erreichen.

Liebe Grüße
Emma
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Sarah91
Mitglied
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Dabei seit: 28.08.2017
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es zählt mit Hilfsmitteln.
Allerdings würde ich tunlichst vermeiden, teuer selbst zusammengekaufte Hilfsmittel bei Begutachtung zu benutzen. Und dabei braucht es auch kein schlechtes gewissen, finde ich. Weil wer weiß, ob ich noch genug Geld zusammenkratzen kann, wenn etwas ersetzt werden muss. Wenn die Kasse etwas nicht bezahlt und ich da keine Sicherheit habe, es wieder zu bekommen bei Verlust, dann möchte ich so gestellt sein, als hätte ich es gar nicht.

Und auch keine Kompromisse zugeben die man mit sich selbst macht. Mir ist es egal, ob die Schnürsenkel zur Schleife gebunden sind. Aber das muss der Gutachter nicht wissen.

Außerdem nicht anstrengend und was beweisen wollen, sondern eher im Gegenteil von einem schlechteren Tag ausgehen und das auch so zeigen.

Und Kontext angeben... Geschichten zu den einzelnen Punkten erzählen, damit beim Gutachter ein Bild im Kopf entsteht.

Ich an deiner Stelle würde es versuchen.
Ich versuche es bald selbst nochmal, weil ich viel unselbstständiger geworden bin. Aber nach solch einem Pflegerechner würde ich auch nicht Grad 4 erreichen. Obwohl es mir deutlich schlechter geht. Das letzte Gutachten war vor 3 Jahren.

Aber es gibt auch noch „Hilfe zur Pflege“, was man beim sozialamt beantragen muss. Das Geld von der Pflegekasse ist ja doch ziemlich wenig.

Zu den Pflegegraden nochmal:
Zur Not muss man eben verrückt werden angesichts dieser neuen Regelungen und bekommt dann doch alles durch Cool - am Ende wird alles gut.

Lg,
Sarah
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Ines S.
Stamm-User
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Dabei seit: 10.04.2008
Beiträge: 252
Wohnort: Bielefeld

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also es wird mit Hilfsmitteln geschaut. Wenn du aktuell kein Dusch Wc besitzt wird natürlich die aktuelle Lage bewertet.
Benutzt du einen Rollstuhl zur Fortbewegen in der Wohnung, wird es mit Hilfsmittel bewertet.

Gruß
Ines

_________________
7/76 Spastische Spinalparalyse, Rollifahrerin, Baclofenpumpe, Diabetes
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limoncello
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Dabei seit: 01.06.2013
Beiträge: 3222

BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wie gesagt es zählt mit Hilfsmittel und natürlich musst du diese bereits bewilligt bekommen haben und nutzen.

Dies steht sowohl in meinem Link als auch in den begutachtungsrichtlinien. War nur zu faul die auf die schnelle rauszusuchen. Hat ja aber nun jemand gemacht Wink

Und ja wenn man nur körperlich eingeschränkt ist, teils selbständig kann man meiner Meinung nach auch nie über Pflegegrad 2 oder 3 kommen.
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TimeLady
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Beiträge: 1294
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BeitragVerfasst am: 05.12.2017, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

hi ich bin von pfleestufe 2 in pflegestufe 3 innerhalb von 1 jahr gestuft worden. dieses jahr wurde ich sogar rückwirkend in pflegegrad 4 gestuft es gab eine begutachtung unter den neuen richtlinen und ich wurde innerhalb eines jahres wieder anders eingstuft. sprich pflegestufe 3 in pflegegrad 4.

beurteit wurde mit hilfsmitteln meine einschränkungen sind körperlich bei den kognitiven beurteilungen habe ich null punkte da ich in dem bereich keine einschränkungen habe.

bei mir kommt nur 2 mal pro nacht die nacht pflege hinzu. ansonsten die normale pflege über den tag verteilt.

werde auch zu hause in eigener wohnung gepflegt.

_________________
"Ich bin nicht normal, ich bin aussergewöhnlich"...
"ich finde alle Relligionen gleichermaßen Irrational".
"Ich weiss nicht ob du unrecht hattest, aber ich weiss auch nicht was es bringt recht zu haben"...
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DieJule
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Dabei seit: 04.04.2015
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 05.12.2017, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wer vor der Pflegegrad-Reform in Pflegestufe 3 war kam automatisch in den Pflegegrad 4. (ich nehme an so war es bei dir, Timelady, richtig?)
Wer jetzt, d.h. 2017, einen Pflegegrad neu beantragt, höhergestuft werden will, oder wiederbegutachtet wird, bekommt für die Einstufung neue Kriterien zugrunde gelegt. Nach denen werden kognitive Einschränkungen mehr berücksichtigt (gut für den Großteil der Pflegebedürftigen -> Demenz), dafür wohl aber Menschen mit ausschließlich körperlichen Beeinträchtigungen im Vergleich zu vor der Reform benachteiligt.
Das ganze wurde ja nicht zuletzt um Kosten zu sparen gemacht. In den ersten Jahren wird vom Gesetzgeber mit Mehrkosten gerechnet (beim jeweiligen Pflegegrad, in den die "altbekannten" Patienten umgestellt wurden, ist die monatliche Geldsumme höher als in der früheren, "niedrigeren" Pflegestufe) Nach "kurzer" Zeit wird es jedoch für das Gesundheitssystem günstiger, weil die "Altfälle" "wegsterben" (weil ja alle grauhaarige Greise sind Rolling Eyes Wink )
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limoncello
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Dabei seit: 01.06.2013
Beiträge: 3222

BeitragVerfasst am: 05.12.2017, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ne ich meine Timelady ist von pflegestufe 2 automatisch in Pflegegrad 3 gekommen hatte dadrauf bestandschutz und wurde aber nun nach einer neu Begutachtung in Pflegegrad 4 gepackt.

Ich glaube aber nicht, dass Timelady nur körperliche Einschränkungen hat, sonst wäre sie nicht in 4.
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martinaL
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Beiträge: 314

BeitragVerfasst am: 05.12.2017, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe Pflegegrad 3!
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