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Ungebetene, grenzüberschreitende „Helfer“
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Sarah91
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Dabei seit: 28.08.2017
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 09.11.2017, 20:27    Titel: Ungebetene, grenzüberschreitende „Helfer“ Antworten mit Zitat

Hallo,

ich denke, es betrifft besonders die Frauen.
Heute war ich mit dem Zug unterwegs. Auf der Rückfahrt mischte sich ein Fahrgast in meinen Smalltalk mit dem Zugbegleiter ein, welcher immer etwas eher bei mir ist um die Rampe zu holen.
Dieser Fahrgast meinte dann, als ich über die zurechtgelegte Rampe aussteigen wollte, er macht das schon (normal hilft das Zugpersonal).
Da dachte ich mir noch nichts, fand es nervig, aber soetwas kommt sowieso öfter vor (kurze ungebetene Hilfestellungen wenn wer sieht, dass ich mich wo abmühe).

Dann meinte der Mann aber, „wir kriegen das schon hin“ Shocked , schiebt mich Richtung Fahrstuhl und wechselt dabei vom Schiebegriff an meinen Rücken mit der Hand. Ih gitt.
Ich habe immer wieder gesagt, dass ich weiß wo ich hinmuss, habe selbst die Fahrstuhlknöpfe gedrückt, obwohl er das immer machen wollte. Habe wieder und wieder gesagt, dass ich klarkomme und den weg kenne.

Er hat mich dann noch ein kleines stück durch die Stadt und bis in die U-Bahn geschoben. Und zwischendurch immer mal umarmt und „geknuddelt“.

Mich schüttelt es noch bei der Erinnerung und die Jacke wäscht gerade mit Sagrotan....

Der Kerl war doppelt so alt wie ich, nicht betrunken und sauber und ordentlich angezogen. Geklaut hat er auch nichts aus meiner Tasche.
Dass es soweit geht, dass ich Probleme bekomme, jemanden abzuschütteln bevor ich an meiner Haustür bin, kommt selten vor. Aber es kommt vor.
Meistens werde ich solche Kletten spätestens an der U-Bahn los.
Ich werde für solche Menschwn ganz schnell ein „Du“, „Mäuschen“,...
Dabei bin ich weder ein Mädchen und grösentechnisch bin ich am oberen Ende für eine Frau... das sieht man bei mir auch im Sitzen.
Ich traue mich aber oft nicht lauter zu werden und direkt und laut zu sagen, dass mich jemand in Ruhe lassen soll. Ich schaffe immer nur zu zeigen, das ich nicht geschoben werden möchte, indem ich versuche trotzdem normal zu fahren und von der Spur abzuweichen und ich traue mich zu sagen, dass ich allein zurechtkommen und keine Hilfe brauche.

Reicht das nicht?
Kennt ihr solche Situationen?
Was macht ihr dann?
Traut ihr euch laut „Nein!“ zu sagen?

Bei mir ist das schlimme, dass ich immer ruhiger werde, je mehr mich jemand körperlich bedrängt. Und ich weiß dann nicht, wie ich mich befreien kann.

Sarah
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FranziF
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Dabei seit: 28.12.2015
Beiträge: 152

BeitragVerfasst am: 09.11.2017, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Igitt, igitt, mein Beileid!

Ich hab auch schon so einiges erlebt... Leute die mir nicht glauben, dass ich „behindert“ bin und mich blöd anmachen, was ich auf den Gehbehindertenplätzen zu suchen hätte (die ich eh nur an wirklich schlechten Tagen nutze), Leute die mich schamlos ausfragen, Kerle die doppelt so alt sind wie ich und meine höflichkeit für sexuelles Interesse halten... und dann auch kein Nein akzeptieren.
mir kommt dabei wohl zu gute, dass ich meine Emotionen eher schlecht unter Kontrolle habe und dann (teils ohne es selbst zu merken) so hart bis böse reagier, dass die Leute lieber abhauen, weniger gut ist, dass ich nur 1,60m hoch bin und deutlich jünger wirk... weck zusätzlich bei vielen noch den normalen Beschützerinstinkt.
Naja, dadurch dass ich recht schnell laut werd wenn Leute was ungutes machen (und damit mein ich jetzt kein nachfragen, warum ich Orthesen/Schmerzpflaster trag oder irgendwelche Kleinigkeiten!), kriegens außenstehende meist recht schnell mit und ich hab da auch schon öfter Unterstützung gekriegt... ich komm nämlich recht oft in dumme Situationen.
Teilweise haben die Passanten aber auch mich beruhigt und gemeint, dass ich zwar recht hab aber der Typ eh nicht verstehen wird dass er im Unrecht ist...

Worauf ich hinaus will: mach auf dich aufmerksam, dann kriegst du recht schnell Hilfe. Am Bahnhof am besten direkt zu der Person sagen, „vielen Dank für Ihre Hilfe, aber langsam wirds mir zu aufdringlich, wenn sie mich jetzt nicht in Ruhe lassen, muss ich mich an den Sicherheitsdienst/die Bahnhofsmission wenden, auch wenn ich mir sicher bin, dass Sie es eigentlich nur nett meinen“
Wenn du dich das nicht sagen traust, direkt zur Bahnhofsmission/Security rollen und dein Problem erklären, die helfen dir ganz sicher!
Wenns in der Stadt passiert haben viele Geschäfte auch so Sticker dran, dass sich Kinder an sie wenden können, wenn sie ihre Eltern verloren haben.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche Geschäfte nicht aufhören zu helfen, nur weil man schon Volljährig (dafür aber behindert) ist.
Was ich um jeden Preis vermeiden würde: dein tatsächliches Zuhause ansteuern. Wenn solche Typen das einmal wissen... bloß nicht.

Ich hatte bisher zum Glück nur relativ viele unangenehme Situationen („Idiotenmagnet“ eben), nichts gefährliches, aber ich denke wenns soweit kommt, würde ich mich erst mit Lautstärke/wütender Stimme wehren (das ruft ja oft schon außenstehende aufn Plan) und wenn das nicht reicht die nächstbeste Security/Polizei anquatschen... dank Terroralarm sind die in letzter Zeit ja eh an jeder Straßenecke.

Wegen nicht trauen... ich bin auch eher schüchtern, mir fällts schon schwer beim Bäcker Brötchen zu bestellen, sobald aber Angst/Wut im Spiel ist, ist das weg... wenns garnicht anders geht würde ich notfalls einen Psychologen zu Rate ziehen... vielleicht reichen auch Rollenspiele mit Familien/Freunden? und Leg dir Sätze parat, die du in solchen Situationen nutzen kannst.
Oder du rufst ganz doof bei ner Freundin an und erzählst ihr dass du schon die ganze Zeit von nem Typen begleitet wirst und der einfach nicht abhauen will, spätestens den Wink sollte dann auch der letzte verstehen Very Happy

So, das wars jetzt aber erstmal, was ich zu dem Thema beizutragen hab.
hoff es war wenigstens ein bisschen was hilfreiches dabei

Liebe Grüße
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helena
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Dabei seit: 16.08.2006
Beiträge: 1431
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 09.11.2017, 23:48    Titel: Antworten mit Zitat

Mir ist es bisher einmal passiert, dass einer tatsächlich versucht hat, den Lenker meines Elektromobils zu fassen und zu lenken Smile Da habe ich blitzschnell den Zündschlüssel umgedreht und ihm sowas von Bescheid gesagt, dass er sich sofort vom Acker gemacht hat. Wenn Euch einer "schieben" will, würde ich dazu raten, die Bremse reinzuhauen und ihn zu verjagen. Notfalls auch jemand ansprechen und um Hilfe bitten.

kopfschüttelnde Grüße

helena
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Chris 123
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Dabei seit: 28.06.2016
Beiträge: 214
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Igitt, Igitt. Menschen gibt's.

Schon bevor ich "meine ernsthafteren Probleme" diagnostiziert bekommen habe, habe eher davon abgelassen Behinderten von mir aus aktiv zu helfen. Es gibt meiner Ansicht wenig fataleres als ungefragt zu helfen. Außer man sieht - jemand kommt gar nicht zu recht.

Ist für das Selbstbewusstsein wichtig. Meiner Ansicht nach.

Sowas wie bei dir - ist ja schon fast eine Belästigung Sad. Fast schon mitleiderregend der Typ Twisted Evil . Bekommt anscheinend nicht "gebacken". Wenn ich Mädels am Rücken "antatschen" mag und den Kavallier heraushängen - gehe ich Tanzen (Standard) oder lerne es. Palüm, palüm.

Wobei so jemand wird das wohl nicht wirklich hinbekommen. Erst recht nicht gut Smile. Und nö - ich weiß wovon ich rede. Ich hab auch schon auf Goldstar Niveau getanzt. Fehlt mir irgendwo am Meisten Sad . Nicht das antatschen - sondern das tanzen...

Aber ähnlich meinem "Krankheitenkatalog" sind bei dem Kerl wohl auch noch ein, zwei geistige Behinderungen noch nicht diagnostiziert Shocked .

Und nö - werd ruhig lauter. Je weiter er dich "vom Schuss" begleitet - desto ausgelieferter bist du ihm... die Polizei bietet da auch gute & kurze Kurse an, die hier Wunder bewirken. Sogar gratis... Cool .
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Gesa
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Dabei seit: 12.10.2005
Beiträge: 1068

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sarah,

bei so etwas: Wehret den Anfängen. Gerade auf dem Bahnhof ist so viel Personal, wohin man kann, da muss es nicht erst so weit kommen.

Ich bin auch lange still geworden in solchen Situationen, aber still zieht meist auch entsprechende Körpersprache nach sich.

Evtl würde ich auch mal überlegen, einen Selbstverteidigungskurs für behinderte Frauen mitzumachen, das bringt sehr viel, gerade wenn man sich eigentlich nicht traut.

Mir ist das anfangs auch öfter mal passiert, aber seitdem ich angefangen habe, mich deutlich zu artikulieren, ist es echt rapide weniger geworden. Und inzwischen schon lange nicht mehr gewesen, zum Glück.

Was auch oft gut hilft, laut und deutlich zu sagen: "Lassen Sie mich in Ruhe", denn damit macht man auch Umstehenden klar, dass es jemand Fremdes ist.

Das waren so die spontanen Gedanken.

Gesa
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TimeLady
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Beiträge: 1278
Wohnort: essen

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

bei mir wollen die immer den e rolli schieben oder hoch heben obwohl ich auch klar sage das das nicht geht.

andererseits habe ich auch oft das problem wenn ich offensichtlich hilfe brauche und auch darum bitte das die leute dann nur gaffen aber keiner hilft. das pasiert mir sowohl mit als auch ohne begleitung.

die art des ranmachens wie du es erlebt hast hatte ich zum glück noch nicht. aber es ist auf jeden all ne frechhheit und dreist was manche sich da erlauben.

sarah fährst du auch manchmal e rolli? damit kann man ot schnell von solchen leuten weg fahren wenn mir was nicht geheuer ist gebe ich gas und bin schnell weit weg von da.

_________________
"Ich bin nicht normal, ich bin aussergewöhnlich"...
"ich finde alle Relligionen gleichermaßen Irrational".
"Ich weiss nicht ob du unrecht hattest, aber ich weiss auch nicht was es bringt recht zu haben"...
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Chris 123
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Dabei seit: 28.06.2016
Beiträge: 214
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Könnt ihr euch mal durchlesen

http://isarsparer.de/2016/07/nicht-.....n-im-gratis-polizei-kurs/

Gibt viele solcher Dinge - und die Menschen wissen, wovon sie reden. Haben Erfahrung und können viel bewirken. Ein Selbstverteidigungskurs ist natürlich nicht schlecht (eigentlich sogar gut). Wird aber immer erst nötig, wenn das "Kind bereits in den Brunnen" gefallen ist.

Viele Sachen kann man über Erkennen, Einschätzen, Ausstrahlung und einfache Hilfsmittel bewirken. So manches mal kann eine Trillerpfeife auch Wunder bewirken. Traut man sich eher als laut um Hilfe rufen.
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Gesa
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Dabei seit: 12.10.2005
Beiträge: 1068

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 13:55    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

habe mir das gerade durchgelesen. Das ist in etwa das, was in den meisten Selbstverteidigungskursen auch Thema ist. Möglichst vermeiden, aber wissen, was man tun kann, wenn...

Klasse, dass es das inzwischen auch von der Polizei gibt!

Liebe Grüße

Gesa
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Sania
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Beiträge: 2608

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Solche Situationen sind widerlich. Eine Garantie gegen Übergriffe sind Selbstverteidigungskurse nicht, aber sie helfen einem das zu tun, was man tun kann.

Körperlich wehren kann ich mich nicht. Wenn ein deutliches Nein nicht ausreicht, habe ich habe gelernt, laut zu werden und Passanten auf mich aufmerksam zu machen. Meist hilft der Überraschungseffekt und der Arsch verzieht sich.

Einen Fremden würde ich niemals erlauben, mich eine Rampe runter- oder hochzuschieben. Das ist viel zu gefährlich, du weisst nicht ob er dich loslässt wenn ihm das zu anstrengend wird oder was auch immer. Ich hatte die Situation im Frühjahr, dass mir jemand ungefragt am Bordstein helfen wollte. Da er von hinten kam habe ich das zu spät bemerkt und bis ich was sagen konnte war ich schon mit dem Hinterkopf auf die Bordsteinkante aufgeschlagen. Dann das volle Programm mit Krankenwagen und Krankenhaus. Ich habe lange gebraucht, um mich von dem Sturz zu erholen.

Wenn Leute fragen, ob sie helfen können dann finde ich das nicht schlimm. Nervt zwar manchmal, aber ein freundliches "Nein danke, ich komme alleine zurecht" bringe ich dann trotzdem raus.

_________________
Grüße
Sania


Rollifahrerin
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Sania
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BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Chris 123 hat folgendes geschrieben:

Sowas wie bei dir - ist ja schon fast eine Belästigung Sad. Fast schon mitleiderregend der Typ Twisted Evil .

Sorry da muss ich widersprechen. Das ist nicht nur fast eine Belästigung sondern eine gravierende. Das Mitleid verdient nicht der Typ, sondern Sahra.
Ich weiss du hast das vielleicht anders gemeint, trotzdem wollte ich das klarstellen, damit solche Situationen nicht bagatellsiert werden. Sahra ekelt sich und wäscht ihre Kleidung mit Sagrotan. Das sagt alles aus.

_________________
Grüße
Sania


Rollifahrerin
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Sarah91
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Dabei seit: 28.08.2017
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Resonanz.

Und das Mitfühlen.....

Ich lese nochmal alles in Ruhe durch.

Was dir passiert ist mit dem Bordstein Sania, das ist ja ein Albtraum.
Auch bei Busfahrern habe ich aber schon manches Mal Angst, wenn die Rampe kaputt ist und sie mich so rein- bzw. rausschieben müssen.
Jetzt habe ich das Stützrad immer ausgeklappt und so hoch, dass es bei allen Hindernissen die ich allein schaffe nicht stört (hohe Stufen kann ich nicht mehr allein runter) und im Uweifelsfall gerade das Umkippen verhindert...
Der Rolli, den ich jetzt nur drinnen nutze, der hat abklappbare Groffe. Das ist ungemein praktisch als Abweht gegen Gelegenheitsheitshelfer (wenn sie nicht wie der gestern am Rücken und Schultern festhalten). Vorallem auch schön im Krankenhaus, wenn die Pfleger die Welt nicht mehr verstehen und nichts zum Schieben finden Laughing

TimeLady, auf einen E Rollstuhl warte ich gerade, das liegt noch bei der Kasse weil das Sanitätshaus doch erst später als ich dachte den KV abgeschickt hat. Aber der wird „nur“ 6km/h haben. Da kann jeder nebenherrennen. Ist deiner schneller?
Ich dachte, dass da dann keiner mehr anpacken will. Habe aber Angst vor der Unbeweglichkeit dann. Dachte ich zumindest.

Bei einer sehr unverschämten Frau, die sich noch in den Fahrstuhl quetschte und mir ihre Tasche durchs Gesicht zog, habe ich mich getraut zu sagen: „Geht’s noch?“ und weil sie nicht reagierte und mir beim Aussteigen wieder fast die Tasche durchs Gesicht ratschte, habe ich dann den Ellenbogen nach hinten an Sie gehauen, was sie dank Unterarmorthesen auch gut gemerkt hat. Ich habe dann gesagt, dass ich das leider nicht kontrollieren kann... Wink

Aber bei Männern traue ich mich nicht ausreichend Crying or Very sad . Oder wenn wer fragt, ob ich einen Unfall hatte und dann Bein anfasst... auch schon gehabt. Am liebsten hätte ich dem so in sein Mundwerk geschlagen, dass er ich danach die Dritten hätte holen können.... stattdessen habe ich nur die Hand weggeschoben und bin die nächste Haltestelle ausgestiegen.

Aber gut zu lesen, wie ihr das macht und euch auch traut.
Irgendwie muss ich das lernen. Ja, ein Kurs ist was.

LG,
Sarah
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Hupfer
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BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sarah91,

ich möchte nur noch einmal herausheben, was in dem verlinkten Bericht erwähnt ist. Nämlich nicht höflich und vorsichtig darum zu bitten, in Ruhe gelassen zu werden, sondern klar, laut, deutlich und bestimmt 'Fassen sie mich nicht an' zu sagen. Wichtig finde ich auch den Tipp, den Du bereits erhalten hast, diesen Satz vorher einzuüben.

Ich selbst habe diesen Satz und auch den Tipp bereits vor Jahren in einem Selbstverteidigungskurs für Frauen empfohlen bekommen.

Dazu ist es hilfreich, finde ich, ein Handy mit Notruffunktion bereit zu haben.

_________________
Sonnige Grüße und einen guten Tag

VG, LG, GLG, LOL, ... sind keine Merkzeichen

---------------------------------------------------
JE SUIS CHARLIE
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Sarah91
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Dabei seit: 28.08.2017
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 10.11.2017, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Hüpfer,

ja, den verlinkten Artikel habe ich nun auch gelesen.

Das Ding ist halt, ich kann mir das so gut ich will zurechtlegen, ausmalen etc. - in der Situation schaffe ich nicht den Schritt auch richtig laut zu werden und über ein Bitten hinauszugehen.
Vielleicht liegt das aber wirklich an meinen Traumaerfahrungen.

Aber das mit in der Öffentlichkeit üben finde ich eine gute Idee aus dem Artikel. Und dann ein paarmal sehen, was dann passiert...

Sarah
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Jaqueline
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Beiträge: 603
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 12.11.2017, 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also so gravierende Sachen sind mir noch nicht passiert, aber ungefragtes Schieben finde ich auch unmöglich und passiert mir leider oft. Die Leute schieben auch meistens einfach weiter, wenn ich das ablehne. Erstens erschrecke ich mich jedesmal, weil ich hinter mir ja nichts sehe und zweitens passiert das auch häufig auf ganz ebenen Strecken, wo es gar nicht nötig ist. Wenn die Leute vorher fragen, habe ich nichts dagegen. Dann habe ich die Wahl ja oder nein zu sagen. Ich habe allerdings auch noch kein Patentrezept gegen ungefragtes Schieben gefunden. Die Leute meinen es nur gut - ist es aber eben nicht.

_________________
LG Jaqueline
ICP - Tetraspastik, Kyphose
Mann: Epilepsie (mit VNS)
Tochter * 01/2015
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Chris 123
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BeitragVerfasst am: 13.11.2017, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Sania hat folgendes geschrieben:

Sorry da muss ich widersprechen. Das ist nicht nur fast eine Belästigung sondern eine gravierende. Das Mitleid verdient nicht der Typ, sondern Sahra.


Im direkten Sinn hast du völlig Recht Smile. Ich meine eher wegen der geistigen Behinderung von dem Typen. Also einen GDB bekommt er für die auf alle fälle.

*tiefDuck*

Im Grunde ist es schon vielsagend - wenn jemand hier in der Form sich an jemanden "ranmachen" muss, weil er (Unterstellung) nicht in der Lage ist eine normale Beziehung aufrechtzuerhalten bzw. zu pflegen. Autsch. Vor meiner (Pycho)Therapie war das auch bei mir im Grenzbereich. Nicht so extrem - aber hier schon belastend für mich.
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